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	<title>EISRAND &#187; Byron</title>
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	<description>Walter Hedderich</description>
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		<title>Titan!</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 22:03:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Walter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Byron]]></category>
		<category><![CDATA[Prometheus]]></category>
		<category><![CDATA[Titan]]></category>
		<category><![CDATA[Zeus]]></category>

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		<description><![CDATA[Lord Byron Prometheus I Titan, es wollte deinen ewigen Augen Das Elend all der Sterblichkeit Im Licht der traurigen Wirklichkeit Nicht göttlicher Verachtung taugen. Was war des Mitleids Lohn für dich ? Ein Leiden, stumm und nachdrücklich: Der Geier, der Fels, in Ketten gelegt, Alles, was der Edle an Schmerzen erträgt; Doch zeigt er nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lord Byron</p>
<p><strong>Prometheus</strong></p>
<p>I</p>
<p>Titan, es wollte deinen ewigen Augen<br />
Das Elend all der Sterblichkeit<br />
Im Licht der traurigen Wirklichkeit<br />
Nicht göttlicher Verachtung taugen.<br />
Was war des Mitleids Lohn für dich ?<br />
Ein Leiden, stumm und nachdrücklich:<br />
Der Geier, der Fels, in Ketten gelegt,<br />
Alles, was der Edle an Schmerzen erträgt;<br />
Doch zeigt er nicht die Agonie,<br />
Das würgende Gefühl von Weh,<br />
Spricht nur in höchster Einsamkeit,<br />
und fürchtet dann am Himmel immer<br />
Noch Ohren. Es dringt kein Wimmer,<br />
Bis seine Stimme ohne Echo bleibt.</p>
<p>II</p>
<p>Titan, dir war der Streit gegeben,<br />
Der zwischen Leid und Wille sich entspann,<br />
Die quälen, wo man nicht töten kann.<br />
Der unerbittliche Himmel, eben<br />
Des Schicksals taube Tyrannei,<br />
Vom Grunde herrschend, Haß dabei,<br />
Die, sich zur Freude gern errichten,<br />
Die Dinge, die sie dann vernichten,<br />
Verwehrten dir des Todes Gunst,<br />
Unsterblichkeit, elende Gabe<br />
war dein – die Last hat dich nicht übermannt.<br />
Ja, was der Donn&#8217;rer dir entwunden<br />
schleuderte drohend ins Genick<br />
Ihm Martern, wie sie dich gedrückt:<br />
Sein Schicksal, das du ihm gefunden,<br />
Hast du ihm nicht benannt.<br />
Und aus deinem Schweigen sein Urteil klingt<br />
Und vergebliche Reumut seine Seele durchdringt<br />
Und schreckliche Furcht, die, ungebannt<br />
Ließ zittern die Blitze in sener Hand.</p>
<p>III</p>
<p>Dein göttlich&#8217; Verbrechen war Güte zu zeigen<br />
Und so durch deine hilfreichen Lehren<br />
Der Summe des menschlichen Elends zu 						wehren<br />
Und zu kräftigen ihn mit Verstand ihm eigen.<br />
Doch genarrt wie du warst aus der Höh&#8217;,<br />
Starr in geduldiger Energie,<br />
Starr im Ertragen, im Widerstand<br />
Deines undurchdringlichen Geistes,<br />
Vergeblich von Erde und Himmel berannt<br />
Uns gewaltigen Hinweis verheißt es:<br />
Du bist Symbol und Zeichen<br />
Für Sterbliche, für ihr Schicksal und Kraft<br />
Gleich dir sie halb Göttlichem gleichen<br />
Aus reinem Quell getrübter Saft<br />
Es sieht der Mensch zum Teil voraus<br />
Sein eigenes Ende im Totenhaus,<br />
Sein Elend, seine Resistenz,<br />
Seine traurige, einsame Existenz -<br />
Doch darf sein Geist sich dagegen erheben,<br />
Und ebenso allem Weh widerstreben.<br />
Und festen Willen, und tiefen Sinn,<br />
Der selbst gefoltert zu sehen vermag<br />
Des eigenen Mittelpunkts Gewinn;<br />
Triumph, wo Widerstand er wagt,<br />
Und Tod in Sieg verwandelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1276" class="wp-caption aligncenter" style="width: 231px"><a href="http://www.eisrand.de/wp-content/uploads/2017/01/img797.jpg"><img class="size-medium wp-image-1276" title="Lord Byron" src="http://www.eisrand.de/wp-content/uploads/2017/01/img797-221x300.jpg" alt="Lord Byron" width="221" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Lord Byron</p></div>
<p>&nbsp;</p>
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