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	<title>EISRAND &#187; Goethe</title>
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	<description>Walter Hedderich</description>
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		<title>Vor zweihundert Jahren</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 10:02:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Walter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; &#160; Johann Wolfgang von Goethe Gedicht aus dem Nachlaß Aus dem Umkreis des West-östlichen Divan &#160; &#160; Wo man mir Guts erzeigt überall, &#160;&#160;&#160;&#8217;s ist eine Flasche Eilfer. Am Rhein und Main, im Neckartal, &#160;&#160;&#160;Man bringt mir lächlend Eilfer. Und nennt gar manchen braven Mann &#160;&#160;&#160;Viel seltner als den Eilfer: Hat er der Menschheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;<br />
<a href="http://www.eisrand.de/wp-content/uploads/2011/01/schwst-o.jpg"><img src="http://www.eisrand.de/wp-content/uploads/2011/01/schwst-o-300x142.jpg" alt="schwst-o" title="schwst-o" width="300" height="142" class="alignnone size-medium wp-image-932" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p>Johann Wolfgang von Goethe<br />
<strong>Gedicht aus dem Nachlaß</strong><br />
Aus dem Umkreis des West-östlichen Divan<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
Wo man mir Guts erzeigt überall,<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&#8217;s ist eine Flasche Eilfer.<br />
Am Rhein und Main, im Neckartal,<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Man bringt mir lächlend Eilfer.<br />
Und nennt gar manchen braven Mann<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Viel seltner als den Eilfer:<br />
Hat er der Menschheit wohlgetan,<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ist immer noch kein Eilfer:<br />
Die guten Fürsten nennt man so,<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Beinahe wie den Eilfer;<br />
Uns machen ihre Taten froh,<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sie leben hoch im Eilfer.<br />
Und manchen Namen nenn&#8217; ich leis,<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Still schöppelnd meinen Eilfer:<br />
Sie weiß es, wenn es niemand weiß,<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Da schmeckt mir erst der Eilfer.<br />
Von meinen Liedern sprechen sie<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Fast rühmlich wie vom Eilfer,<br />
Und Blum&#8217; und Zweige brechen sie,<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Mich kränzend und den Eilfer.<br />
Das alles wär&#8217; ein größres Heil -<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich teilte gern den Eilfer -<br />
Nähm&#8217; Hafis auch nur seinen Teil<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und schlurfte mit den Eilfer.<br />
Drum eil&#8217; ich in das Paradies,<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wo leider nie vom Eilfer<br />
Die Gläub&#8217;gen trinken. Sei er süß<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der Himmelswein! Kein Eilfer.<br />
Geschwinde, Hafis, eile hin!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Da steht ein Römer Eilfer! </p>
<p>&nbsp;<br />
<a href="http://www.eisrand.de/wp-content/uploads/2011/01/schwst-u.jpg"><img src="http://www.eisrand.de/wp-content/uploads/2011/01/schwst-u-300x142.jpg" alt="schwst-u" title="schwst-u" width="300" height="142" class="alignnone size-medium wp-image-941" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p>1811 war <a href="http://www.hausen-im-wiesental.de/jphebel/geschichten/weltgebäude_komet_1811.htm">ein Kometenjahr und ein hervorragendes Weinjahr.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Des Pudels Kern</title>
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		<comments>http://www.eisrand.de/?p=709#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 00:12:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Walter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Himmlisches]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Pentagramm Venus]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Neulich in Charlottenburg im Westen Berlins nahmen wir hinter dieser wohlbehüteten Schwelle gerne das Frühstück: &#160; &#160; Ein alter Brauch, wie wir von einem Kenner solcher Fragen wissen: &#160; MEPHISTOPHELES: Gesteh ich&#8217;s nur! daß ich hinausspaziere, Verbietet mir ein kleines Hindernis, Der Drudenfuß auf Eurer Schwelle- FAUST: Das Pentagramma macht dir Pein? Ei sage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Neulich in Charlottenburg im Westen Berlins nahmen wir hinter dieser wohlbehüteten Schwelle gerne das Frühstück:</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_713" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://www.eisrand.de/wp-content/uploads/2010/01/schwarzescafe_p1100397.jpg"><img src="http://www.eisrand.de/wp-content/uploads/2010/01/schwarzescafe_p1100397-225x300.jpg" alt="Schwelle zum Schwarzen Cafe" title="schwarzescafe_p1100397" width="225" height="300" class="size-medium wp-image-713" /></a><p class="wp-caption-text">Schwelle zum Schwarzen Cafe</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein alter Brauch, wie wir von einem Kenner solcher Fragen wissen: </p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>MEPHISTOPHELES:<br />
Gesteh ich&#8217;s nur!  daß ich hinausspaziere,<br />
Verbietet mir ein kleines Hindernis,<br />
Der Drudenfuß auf Eurer Schwelle-</p>
<p>FAUST:<br />
Das Pentagramma macht dir Pein?<br />
Ei sage mir, du Sohn der Hölle,<br />
Wenn das dich bannt, wie kamst du denn herein?<br />
Wie ward ein solcher Geist betrogen?</p>
<p>MEPHISTOPHELES:<br />
Beschaut es recht!  es ist nicht gut gezogen:<br />
Der eine Winkel, der nach außen zu,<br />
Ist, wie du siehst, ein wenig offen.</p>
<p>FAUST:<br />
Das hat der Zufall gut getroffen!<br />
Und mein Gefangner wärst denn du?<br />
Das ist von ungefähr gelungen!</p>
<p>MEPHISTOPHELES:<br />
Der Pudel merkte nichts, als er hereingesprungen,<br />
Die Sache sieht jetzt anders aus:<br />
Der Teufel kann nicht aus dem Haus.
</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">Goethe, <em>Faust I</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_731" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.eisrand.de/wp-content/uploads/2010/01/venus_e.gif"><img src="http://www.eisrand.de/wp-content/uploads/2010/01/venus_e-300x300.gif" alt="PENTAGRAMMA VENERIS" title="venus_e" width="300" height="300" class="size-medium wp-image-731" /></a><p class="wp-caption-text">PENTAGRAMMA VENERIS</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Markiert man die Himmelsorte der kommenden fünf oberen Konjunktionen von Sonne und Venus auf einer Gradscheibe und verbindet die Punkte mit einer Linie in der zeitlichen Reihenfolge, erhält man ein schönes Himmelsfünfeck samt Teufelstürlein.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Zwölf und die Sieben</title>
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		<comments>http://www.eisrand.de/?p=286#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 00:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Walter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Himmlisches]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Horen]]></category>
		<category><![CDATA[sieben]]></category>
		<category><![CDATA[zwölf]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Altmeister Goethe beginnt seine Lebensbeschreibung Dichtung und Wahrheit mit der Schilderung der himmlischen Aspekte bei seiner Geburt: Am 28. August 1749, mittags mit dem Glockenschlage zwölf, kam ich in Frankfurt am Main auf die Welt. Die Konstellation war glücklich; die Sonne stand im Zeichen der Jungfrau, und kulminierte für den Tag; Jupiter und Venus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;<br />
Altmeister Goethe beginnt seine Lebensbeschreibung <em>Dichtung und Wahrheit</em> mit der Schilderung der himmlischen Aspekte bei seiner Geburt:</p>
<blockquote><p>Am 28. August 1749, mittags mit dem Glockenschlage zwölf, kam ich in Frankfurt am Main auf die Welt. Die Konstellation war glücklich; die Sonne stand im Zeichen der Jungfrau, und kulminierte für den Tag; Jupiter und Venus blickten sie freundlich an, Merkur nicht widerwärtig; Saturn und Mars verhielten sich gleichgültig: nur der Mond, der soeben voll ward, übte die Kraft seines Gegenscheins um so mehr, als zugleich seine Planetenstunde eingetreten war. Er widersetzte sich daher meiner Geburt, die nicht eher erfolgen konnte, als bis diese Stunde vorübergegangen.</p></blockquote>
<p>und erwähnt dabei eine <em>Planetenstunde</em>, nämlich die des Mondes. Uns Trägern mechanischer Uhren, die gleichförmige Sekunden abzählen ist diese Art von Stunden nicht mehr geläufig. Die Alten zählten zwölf Tages- und zwölf Nachtstunden, die naturgemäß je nach Jahreszeit eine unterschiedliche Länge hatten und ordneten jeder dieser Stunden einen der sieben Wandelsterne zu, und zwar in der Reihenfolge ihrer Umlaufgeschwindigkeit vom Langsamsten zum Schnellsten. Die erste Stunde des Montags &#8211; ab Sonnenaufgang &#8211; regiert der Mond, die Zweite der Saturn, dann folgen Jupiter, Mars, Sonne, Venus, Merkur, mit der Achten beginnt die Reihe wieder von vorne. Fährt man nach diesem Muster fort, gehört die vierundzwanzigste Stunde dem Jupiter und die darauf folgende erste Stunde des Dienstags dem Mars; solcher Art die Planeten den restlichen Stunden der Woche zugeteilt, wird jeweils die erste Stunde am Mittwoch von Merkur, am Donnerstag von Jupiter, am Freitag von Venus, am Samstag von Saturn und am Sonntag von der Sonne regiert. Daher rühren offenkundig die Namen der Wochentage, was die französischen und englischen Bezeichnungen deutlicher zeigen, im Deutschen sind die römischen Gottheiten &#8220;germanisiert&#8221; worden (Jupiter zu Donar in Donnerstag, Venus zu Freya in Freitag usw.).</p>
<p>&nbsp;<br />
<div id="attachment_1203" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.eisrand.de/wp-content/uploads/2009/02/siebenhoren.png"><img src="http://www.eisrand.de/wp-content/uploads/2009/02/siebenhoren-300x300.png" alt="Planetenstunden" title="Planetenstunden" width="300" height="300" class="size-medium wp-image-1203" /></a><p class="wp-caption-text">Planetenstunden</p></div><br />
&nbsp;</p>
<p>Doch zurück zu Goethes Schilderung, berechnen wir nun die Uhrzeit der Mondstunde, die wir in Anlehnung an die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Horen_(Mythologie)">Griechen</a> auch Mond-Hore nennen können, für seinen Geburtstag, der ein Donnerstag war, so ergibt sich, daß sie von 11:17 bis 12:25 Uhr dauerte. Allerdings war damals noch keine MEZ vereinbart, sondern es ist zu vermuten, daß die wahre Ortszeit verwendet wurde. Die genannte Zeit von 12:25 Uhr MEZ gilt für 15° östliche Länge, für Frankfurt mit 8,6° muß man 6,4 mal 4 Minuten abziehen, das ergibt eine Ortszeit von 11:48 Uhr.</p>
<p>Nachtrag: Das Deutsche Reich ging am 1.4.1893 zur Mitteleuropäischen Zeit über (15° Görlitz). Die landesweite Einheitszeit war durch die Verbreitung der Eisenbahn nötig geworden.<br />
&nbsp;</p>
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